Damaststahl ist sehr in Mode und deshalb möchte ich Ihnen die zwei wesentlichen Herstellungsarten beschreiben.
1.Laminierter Damast
Der laminierte oder auch aufgewalzte Damast besteht aus einer harten Kernlage Stahl. ( Bsp: V Gold 10 Stahl mit einer Rockwellhärte von 61 HRC) Auf die Kernlage wird dann der eigentliche Damast bei Kirschglut aufgewaltzt. Dann wird das Messer geschliffen. Die Maserung des Damastes entsteht durch das Anätzen. Die verschieden kohlenstoffreichen Stähle des Damastlaminates reagieren unterschiedlich auf die Säure.
2. Durchgeschmiedeter Damast
Damaststahl wird aus verschiedenen kohlenstoffreichen Stählen geschmiedet. Die ursprüngliche Idee war die Eigenschaften von hartem/kohlenstoffreicher ( besonders schnitthaltig aber auch glashart) und weichem/kohlenstoffarmer Stahl ( fexibel) zu vereinen. Das Messer oder Schwert sollte flexibel aber dauerhaft scharf und extremen Belastungen gewachsen sein. Arbeitsweise: ein Stück harter Stahl und ein Stück weicher Stahl wird auf helle Kirschglut gebracht und dann verschmiedet. Eine Gefügeverbindung entsteht. Das Schmiedestück wird geteilt und aufeinander gelegt. Der Vorgang beginnt von neuem. So entstehen die Lagen. Nachteil der Verfahrensweise: Der für die Härtbarkeit des Stahles unabdingbare Kohlenstoff geht durch zu viele Hitzen verloren. An dieser Stelle hat jeder Damastschmied bzw Hersteller seine eigenen Techniken. Anmerken kann ich hierbei das japanische Schwertschmiede, die Damaststähle mit tausenden Lagen herstellten, die Stähle in Reisigfeuern wieder aufgekohlt haben. Abschließender Arbeitsgang war auch hier nach dem Schleifen das Anätzen der Oberfläche um diese wundervolle Damaszierung zu erhalten. Der kohlenstoffarme Stahl ist weicher und regiert empfindlicher auf die Säure.
Heute werden wieder wunderbare Damastarten wie Rosendamast hergestellt. Doch ist es auch den heutigen Experten noch nicht wieder gelungen die Damaststahlqualitäten der vergangen Jahrhunderte zu wiederholen.



