Immer wieder taucht die Frage nach Keramik Messern auf. Standartbehauptung: Die bleiben immer scharf !!
Viele von Ihnen haben einen Plattenspieler gehabt. Zur Tonübertragung dient eine Diamantnadel, das härteste Material was wir kennen. Auch hier mußte nach gewisser Zeit die Nadel ausgetauscht werden. Sie hatte sich verbraucht.
Es gibt zwei verschiendene Herstellungsarten für keramische Messer die in der Qualität und im Preis sehr unterschiedlich sind. Glücklicherweise lassen sich die Qualitäten sehr leicht von einander mittels einer Klangprobe unterscheiden.
Gegossene Keramik
Billige keramische Messer sind aus gegossener Keramik und wenig haltbar, was sich nicht auf das Schneiden sondern auf die Bruchgefahr bezieht. Schnippen Sie mit dem Fingernagel auf die Klinge, der Klang ist dumpf.
Gesintert und gepresste Keramik
Verdichtete Keramik ist deutich stabiler als gegossene Keramik und auch deutlich teurer aufgrund der aufwendigeren Herstellungsweise. Beim Fingertest ist ein heller Klang zu hören.
Vergleich: Lassen Sie ein 2 Euro Stück und ein 2 Mark Stück fallen ;-)
Aufgrund der Härte des Materials sind keramische Messer im Schneidbereich niemals so dünn ausgepresst wie Stahlmesser dünn geschliffen sind. Glashartes Material so dünn herzustellen würde die Bruchgefahr noch erheblich erhöhen. Die geringste seitliche Belastung führt sofort zum Ausbruch der Klinge. Ich kenne das Problem aus der Werkstatt wenn Stahlklingen mit Härten über ca. 61 HRC zum Schleifen kommen. Bei diesen Klingen bilden sich beim Gebrauch feine Ausbrüche an der Wate ( vorderste Schneide ).
Dieser Artikel gibt meine Erfahrung wieder, er hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.



